Aktuelle Webdesign Grafik Trends – Egoperspektive

Wir kennen Sie alle, diese Bilder, die uns das Gefühl geben uns mitten im Geschehen zu befinden. Egal ob ein Feld, eine Straße oder ein Tisch samt Laptop, Kaffe und Maus zu sehen ist. Bilder aus der Egoperspektive helfen dem Betrachter, sich eine Situation vorzustellen und sich in sie hineinzudenken. Genau um diese Bilder geht es in dem ersten Teil unserer Artikelserie.

Bis vor kurzem gab es sie noch an jeder Ecke, Fotos von Menschen, die in Meetings sitzen, sich miteinander unterhalten und gemeinsam lachen und Kaffe trinken. Diese Stockfotos galten lange Zeit als professionell und Must-Have für jede Unternehmenswebseite. Obwohl viele Stockfotos dieser Art gestellt wirkten und häufig keine wirkliche Aussage besaßen, wurden sie reichlich produziert und fanden auch entsprechende Abnehmer.

Neue Technologien und die immer kleiner werdenden Kameras ermöglichen jedoch mittlerweile neue Perspektiven bei der Stockfotografie. Eine der beliebtesten Perspektiven, die sich besonders in der letzten Zeit herauskristallisiert hat, ist die Egoperspektive. Auf den Ursprung, die Vor und Nachteile und die psychologischen Effekte, die diese Perspektive mit sich bringt, möchte ich im Folgenden genauer eingehen.

Ego-Shooter und Egoperspektive

Was haben Games wie Crysis, Battlefield und Need for Speed mit Webdesign Grafiken gemeinsam? Beide wollen den Nutzer in eine ganz bestimmte Situation versetzen um ein Erlebnis zu schaffen. Zwar unterscheiden sich die Erlebnisse stark von einander, jedoch nicht die Mittel mit denen sie geschaffen werden. Bei sogenannten Ego-Shooter Spielen, wird (fast) immer eine Egoperspektive des Charakters eingenommen, um eine möglichst reale Situation zu schaffen.

Im Webdesign werden seit einiger Zeit Bilder verwendet, die genau das gleiche mit dem selben Ziel machen. Klassische Motive sind zum Beispiel Tische, Laptops und Tastaturen oder Egoperspektiven aus dem Auto, Fahrrad oder der Bahn. Häufig werden Slider mit solchen Bildern gefüllt um anschließend Texte mit der Werbebotschaft darauf einfliegen zu lassen. Diese befinden sich dann meist in halb transparenten Flächen um sie leichter lesbar zu machen.

Google-Glass und die GoPro

egoperspektive-grafik-design-trends

Auch die Augmente- Reality Brille von dem Suchmaschinengiganten Google ist nicht ganz unschuldig an diesemm Trend. Die Möglichkeit Bilder/ Videos aus dem eigenen Blickwinkel aufzunehmen, hat viele Fotografen und Designer dazu veranlasst ähnliche Bilder zu schießen. Bilder, die den Alltag auf Straßen, Gehwegen und Treppen zeigen, wirken frei, lässig und bekannt und sind dadurch das perfekte Motiv um sich und sein Business als besonders menschlich zu zeigen.

Der rasante Erfolg der Sportkamera GoPro ermöglicht es mittlerweile ebenfalls schnell und einfach Bilder und Videos aus der Ego-Perspektive zu machen und sie in den sozialen Medien zu teilen. Auch das trägt dazu bei, dass immer mehr Menschen Gefallen an Bildern finden, die die Sicht der Person zeigt, die die Situation aktiv erlebt.

Virtual Reality

Einen Schritt weiter, geht ein Unternehmen namens Oculus mit einer Virtual Reality Brille namens Oculus Rift. Hier erlebt der Nutzer seine komplette Umgebung virtuell. So können Games, Videos und Raum-Simulationen wie in der Realität wahrgenommen werden. Hier wird deutlich wohin der Trend auch zukünftig im Web und Grafik Design gehen wird. Menschen kaufen Erlebnisse und keine Produkte. Deshalb muss man aus allen Medien, die man für die Vermarktung seines Produktes Nutzt das Maximum an Entertainment herausholen. Man muss den Kunden dort abholen, wo er gerade steht und ihm das Zeigen, was er sehen würde, wenn er das Produkt kauft.

Wirkung im Webdesign

egoperspektive-aktuelle-grafik-design-trends

Webseiten dienen dem Zweck Produkte und Dienstleistungen im Internet zu präsentieren. Somit sind lebhafte realistische Bilder das A und O eines guten Webauftritts. Auch das Stichwort Authentizität, welches von vielen Marketing-Gurus in diesem Jahr immer und immer wieder gepredigt wird und auf den ersten Blick irritierend klingt, spielt hier eine wichtige Rolle. Bilder sollen authentisch und nicht gestellt wirken. Kunden spüren es sofort wenn Image und Unternehmen nicht zusammen passen.

Der Trend bei Produkt und Unternehmensbildern geht also verstärkt in die egoperspektivische Darstellung. Schuhe werden von Oben aus Sicht des Trägers Fotografiert und präsentiert, Speisen, Hotelzimmer und Locations ebenso. Einige Beispiele wie solche Stockfotos aus der Egoperspektive aussehen können findet man auf shutterstock.de (http://tinyurl.com/pdmsuk4)

Im nächsten Artikel unserer Artikelserie „Aktuelle Webdesign Grafik Trends“ geht es um Minimalismus im Grafikdesign. Hier nochmal eine Übersicht über die weiteren Themen der Artikelserie:

  • Minimalistisches Design
  • Unscharfe Hintergründe
  • Low-Poly
  • Origami Design
  • Polyscape
2 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.