Aktuelle Webdesign Grafik Trends – Unscharfe Hintergründe

Unscharfe Hintergründe sind immer häufiger im Web und mittlerweile sogar auf Printmedien anzutreffen. In dem heutigen dritten Teil unserer Artikelserie „Aktuelle Webdesign Grafik Trends“ schaue ich mir an wo und in welcher Form Unschärfe bei Grafiken im Webdesign eine Rolle spielt und zeige ein paar gelungene Beispiele.

Die Hintergrundunschärfe kennen wir bereits von professionellen Portrait-Fotografien und Naturaufnahmen. Dabei fokussiert die Line der Kamera das Objekt im Vordergrund und stellt der restlichen Bereich im Bild automatisch unscharf dar. Der Effekt wirkt jedoch nicht ohne Grund besonders ästhetisch auf uns, das menschliche Auge geht nämlich gleichermaßen vor. Konzentrieren wir uns auf ein bestimmtes Objekt, so wird der umliegende Bereich automatisch vom Auge unscharf wahrgenommen. Dieser Effekt dient dazu das Objekt, welches man anvisiert hat noch klarer von den drum herum liegenden zu sehen.

Betrachten wir heutzutage Bilder, die eine Teil-Unschärfe besitzen, wandert unser Blick automatisch auf den scharfen Teil, welcher als eine Art Eye-Cacher fungiert und schenken diesem somit unsere Aufmerksamkeit. Egal ob Banner, Startscreens von Youtube-Videos oder Slider, die Unschärfe wird in vielen Bereichen des Internets genutzt um unseren Blick zu fangen. Nachfolgend zeige ich, worauf man achten sollte, wenn man unscharfe Bilder für die eigene Webseite nutzt und was man alles durch gezielte Platzierung von unscharfen Hintergründen bewirken kann.

Unscharfe Hintergrundbilder – Einsatzmöglichkeiten

  • Slider

Slider sind ein altbekanntes Element auf Webseiten, jedoch hat sich deren Größe mittlerweile stark verändert. Während man früher kleine Slider, die kaum mehr als ein Viertel der Höhe des Monitors einnahem verwendet hat, sind die Slider heute häufig sogar im Fullscreen-Modus zu sehen. Entsprechend haben sich auch die Motive und Textinhalte geändert. Neben Bildern aus der Egoperspektive werden auch häufig unscharfe Motive in Slider eingebaut und durch kurze, einprägende Slogans oder Werbebotschaften ergänzt. 

  • Websiteabschnitte (OnePage)

Mit dem Onpage Webdesign-Trend kommen auch immer häufiger unscharfe Hintergründe verteilt auf den Websiteabschnitten vor. Oft werden bei dem sogenannten Parallax Effekt die Bilder im Hintergrund unscharf gewählt um den Nutzer nicht mit zu vielen Effekten und Details zu überfordern. 

  • Artikelbilder

Auch bei Artikelbildern ist die Unschärfe ein sehr beliebtes Mittel. Da man häufig auch Texte in das Artikelbild mit einbaut, eignen sich unscharfe Hintergründe besonders gut als Eye-Catcher, die durch den Text zusätzliche Informationen bereit stellen. 

  • Header

Auch die Header von Webseiten und deren Unterseiten sind ein beliebter Bereich um mit Bildern einen ersten Eindruck von dem Thema, welches die Seite behandelt, zu vermitteln. Unscharfe Hintergrundbilder eignen sich hier ebenfalls gut, falls man zusätzlichen Text mit ins Bild einbauen möchte, wie zum Beispiel den Titel der Unterseite.

Der Eindruck, den Bilder hinterlassen

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Nachdem die Einsatzmöglichkeiten nun klar sind, kommen wir einmal zu der interessanten Frage, wieso unscharfe Hintergrundbilder derzeit so gefragt sind. Natürlich ist die Ästhetik von Bildern und Grafiken sehr subjektiv und kann nur schwer klar definiert werden. Einer der Gründe, warum unscharfe Hintergrundbilder ansprechend auf uns wirken, könnte der sein, dass wir durch sie einen bestimmten Eindruck vermittelt bekommen, ohne zu viele Details zu sehen. Fällt unser Blick auf ein solches Bild, sucht unser Gehirn nach bekannten Informationen und weckt in uns Assoziationen die wiederum zu einem Eindruck führen.

Bei scharfen Bildern besteht kein so großer Spielraum um das Sichtbare mit Bekanntem zu verknüpfen. Dadurch verbinden wir weniger mit dem Bild und haben entsprechend andere Erwartungen an den Rest des Inhaltes. Daher sollten unscharfe Hintergrundbilder und Bilder allgemein an bekannte Motive anknüpfen und die Lust auf mehr wecken.

Im nächsten Teil unserer Artikelserie „Aktuelle Webdesign Grafik Trends “ geht es demnächst dann um Low-Poly Grafiken und Ihre Verwendung im Webdesign. Alle bisherigen Artikel der Serie findet ihr unter den folgenden Links:

  • Egoperspektive
  • Minimalistisches Design
  • Unscharfe Hintergründe
  • Low-Poly
  • Origami Design
  • Polyscape

 

2 Kommentare
  1. Ralph
    Ralph says:

    Ein sehr lesenswerter Artikel über einen Trend im Webdesign und im Content Marketing. Ich frage mich gerade, woher dieser Trend kommt; vom Webdesign oder Content Marketing?

    Beste Grüße

    Ralph

    Antworten
    • w012c033
      w012c033 says:

      Hi Ralph,

      danke für dein Kommentar! Ich denke das kann man nicht so leicht voneinander trennen. Der Trend wird sowohl im Webdesign häufig verwendet als auch beim Content Marketing als Eyecatcher eingesetzt. Müsste ich mich jedoch entscheiden, würde ich zum Webdesign tendieren! 🙂

      Beste Grüße

      Robert

      Antworten

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