Die richtigen Farben für die eigenen Webseite finden

Webdesign hat viel mit der richtigen Wahl der Farben zu tun. Eine gute Webseite sollte wiedererkannt werden und Besuchern einen richtigen Eindruck vermitteln. Heute geht es deshalb um die wichtigsten Regeln bei der Farbwahl für das Design der eigenen Webseite.

Rolle von Farben für den Menschen

Farben waren schon immer von großer Bedeutung für den Menschen. Rot als Signalfarbe, steht zum Beispiel schon immer für Gefahr, was auf die Ähnlichkeit zu Blut zurückzuführen ist. Bläuliche Töne werden von Menschen mit dem Meer in Verbindung gebracht und drücken Ruhe, Ausgeglichenheit und Frieden aus. Auch bei Farben wie Grün, Gelb, Orange oder Lila fallen uns sofort Ding wie Natur, Sonne, Früchte und viele weiter ein. Sobald wir eine Farbe sehen, bringen wir sie gewollt oder nicht mit etwas in Verbindung. Je nach Situation soll diese Art zu Denken uns helfen, mithilfe der dadurch entstehenden Emotionen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Auch heute noch werden Farben genutzt um auf etwas aufmerksam zu machen oder etwas mit bestimmten Attributen zu versehen. Auch im Web werden Farben geschickt eingesetzt um eine bestimmte Wirkung bei den Besuchern zu erzielen. Ob es die Werbung, das Corporate-Design, die Visitenkarte oder er Call-to-Action Buttons ist, überall wird versucht, die Aufmerksamkeit des Besuchers gezielt zu steuern und so ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. All das funktioniert nur deshalb so gut, weil die Funktion Farben zu erkennen und Ihnen eine Bedeutung zu geben, tief in uns verankert ist.

Die richtigen Assoziationen wecken

Menschen assoziieren Farben mit verschiedenen Dingen, Erinnerungen, Situationen und den damit verbundenen Emotionen. Genau hier beginnt die Kunst der richtigen Farbwahl für Webseiten und deren Elemente. Sobald ein Besucher die Website betreten hat und das Erscheinungsbild gemeinsam mit der gewählten Farbe die richtigen Emotionen in ihm geweckt hat, hat man auch sein Ziel erreicht. Man sagt auch, dass die Webseite dann auf einen selbst besonders professionell/ freundlich/elegant/einfach/etc. wirkt. Und genau diese genannten Attribute sind entscheidend für den weiteren Verlauf der Sitzung.

Hat der Besucher nach günstigen Ferienwohnungen gesucht, erwartet er keine hoch moderne, aufwendig gestaltete Webseite. Hier macht es Sinn, die Farben und das Erscheinungsbild an die Besucher anzupassen. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Reiseanbieter „ab-in-den-urlaub.de“, wer nach günstigen Urlaubs-Angeboten sucht, bekommt ein buntes, fröhliches und detailreiches Design. Es ist technisch und aus Sicht des Designs nicht besonders aufwendig oder eindrucksvoll, doch genau da muss es auch nicht sein. Der hohe blaue Farbanteil der Seite ruft unbewusst Assoziationen von Wasser und einem blauen Himmel hervor und passt gut zum Thema.

Genau das sollte jede Webseite mit seinen Besuchern machen. Das Ziel ist es, den Besucher in eine Stimmung zu versetzen, die zu dem eigenen Produkt passt. Was ist das Besondere an der eigenen Dienstleistung und welche Farbe passt zu dieser Eigenschaft? Ist man besonders professionell, elegant und gehoben, sollte man auf schlichtere und dunklere Farben setzen. Ist das eigene Produkt oder die Dienstleistung besonders modern, kreativ und einfach, vermittelt man mit helleren und fröhlichen Farben das richtige Gefühl. Besonders hilfreich ist es, wenn man nach einer Wahl für die Farbe, weitere Meinungen mit einbezieht. Zur Orientierung gibt es jetzt noch eine sehr schöne Infografik, auf die ich bei der Recherche für diesen Artikel gestoßen bin:

PsychologyInfographic by WebpageFX

 

Wieviel Farbe darf’s es sein?

Wichtig bei der Wahl der Farbe für die eigene Webseite, ist es die ausgewählte Farbe auch geschickt zu kombinieren. Die klassische Kombination mit Weiß muss dabei nicht immer die beste Lösung sein. Häufig hört man von sogenannten komplementär Farben oder weiteren empfohlenen Farbkombinationen. Adobe hilft einem bei der Wahl der richtigen Farbkombinationen mit Ihrem Online-Service Adobe-Coler CC. Dort kann man seine ausgewählte Farbe als RGB oder Hex Code einfügen und sich passende Kombinationen ausgeben lassen. Man hat dabei die Wahl zwischen:

  • Ähnlich
  • Monochromatisch
  • Triade
  • Komplementär
  • Zusammengesetzt
  • Schattierungen

Hier geht es zum Service von Adobe „Adobe Color CC„!

Ein weiterer Punkt den man bei der Wahl der Farben beachten sollte ist die zur Verfügung stehende Fläche. Der Flat-Design Trend hat dem Webdesign große farbige Kacheln gebracht. Bei Webseiten, die auf diesen Trend aufbauen, sollten andere Farben gewählt werden als bei klassischen Webseiten.

Fazit

Mithilfe dieser beiden Werkzeuge kann man schnell und ohne viel Aufwand, passende Farben für seine Webseite und alle weiteren Werbemittel (Visitenkarten, Flyer etc.) finden. Wichtig ist hierbei Personen aus dem eigenen Freundeskreis und vielleicht auch Kunden, nach der Wirkung der gewählten Farbe zu fragen und die Wahl ggf. nochmal zu überarbeiten. Dabei sollte man sich auf all Fälle genügend Zeit nehmen, da ein Farbwechsel nach dem Drucken von Werbemitteln nicht mehr ohne Weiteres möglich ist. Alles in allem spielen die Farben, für die man sich auf einer Webseite entscheidet, aufgrund der psychologischen Effekte, eine relativ große Rolle für das gesamte Erscheinungsbild und sollten deshalb gut geplant und gewählt werden.

 

 

 

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