In 6 Schritten zur idealen 404-Seite – Anleitung

Nur selten sind 404-Seiten so gestaltet, dass sie dem Nutzer wirklich weiterhelfen. Deshalb möchte ich in dem heutigen Beitrag anhand von 6 Schritten zeigen, wie man die ideale 404-Seite erstellt.Die Gründe für die Anzeige einer 404-Seite sind häufig die gleichen. Entweder die angeforderte Seite existiert unter dem angeklickten Link nicht mehr, die Seite wurde gelöscht oder der Nutzer hat beim Eintippen oder Kopieren der URL einen Fehler gemacht. Ganz abgesehen davon, welcher dieser Gründe dazu geführt hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er eure Seite verlässt extrem hoch.

Um das zu vermeiden, muss mal Alles dafür tun, um dem Besucher die Informationen bzw. Seiten zu geben die er gesucht hat.

1.Eyecatcher nutzen um den Absprung zu vermeiden

Landet ein Besucher erstmal auf eurer 404-Seite, ist seine intuitivste Reaktion einfach Zurückzugehen und weiter zu googeln. Um das zu verhindern, muss man Ihn mit einem oder mehreren Eyecatchern bei sich behalten. Einige Webseiten machen das, indem Sie mit Humor arbeiten um anschließend weitere Hilfestellungen zu bieten. Facebook zum Beispiel setzt geschickt Ihr Markenzeichen mit sobald ein fehlerhafter Link aufgerufen wurde und gibt anschließend einige potenziell hilfreiche Links zum weiteren Verlauf.

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2. Situation erklären

Eure Besucher sind, wenn sie auf eurer 404-Seite Landen, zunächst immer irritiert. Erklärt deshalb kurz und knapp wieso sie dort gelandet sind und was sie nun tun können. Gibt man aktiv Anweisungen was zu tun ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese auch befolgt werden und der Besucher auf euere Seite den gewünschten Inhalt findet. Apple nimmt seine verirrten Besucher an der Hand und schlägt Ihnen vor zunächst einmal die Suche zu verwenden und stellt zusätzlich eine Auflistung all Ihrer Produkte und Angebote in mehreren sortierten Listen zur Verfügung.

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3. Suchleiste integrieren

Besonders wichtig für jede 404-Seite ist eine funktionierende Suchleiste. Doch auch hier gibt es Einiges zu beachten. Sollte die Suche erfolglos sein, darf man auch hier den Besucher nicht im Stich lassen und ihm möglichst hilfreiche Links anbieten. Online-Shops sollten in solchen Fällen unbedingt eine Kontaktaufnahme integrieren um zu erfahren was der Besucher sucht um seine Seite weiter zu optimieren.

Doch auch hier gilt: Je einfacher und schneller desto besser! Die Zeit die ein Besucher auf einer Website verbringt ist sehr limitiert, weshalb auch die Tendenz zum Absprung sehr hoch ist. Deshalb sollte man Kontaktformulare und andere Feedback-/Anfrageoptionen immer bis auf das Nötigste reduzieren. Sogenannte Captcha-Eingaben, wie man sie von großen Seiten kennt, erhöhen das Absprungrisiko und sollten nur bei hohen Besucherzahlen aus Sicherheitsgründen eingesetzt werden.

4. Navigation einblenden

Ein weiteres wichtiges Element, das auf keiner 404-Seite fehlen darf, ist die Navigation. Wenn diese durchdacht aufgebaut ist, kann der Besucher sich darüber selbst zurechtfinden und in der entsprechenden Kategorie nach den gewünschten Inhalten suchen. Gibt man eine fehlerhaft Google-URL in seine Leiste ein, so erhalt man leider nichts weiter als die folgende Ansicht:

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Keine Navigation, keine Links zu den Google-Diensten und noch nicht mal ein Google Suchfenster. Schade…

5. Fehler melden

Häufig wissen die Webmaster selbst nichts von den sogenannten „toten Links“ auf Ihrer Seite. Da wäre es eine große Hilfe, wenn ein Besucher der ein einer entsprechenden 404-Seite gelandet ist, die Möglichkeit zu geben diese zu melden. Am besten ist eine One-Click Option, denn alles andere ist zu  umständlich und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht genutzt.  Wichtig ist, dass man dem Nutzer trotzdem weiterhilft, indem man die oben genannten Schritte mit in seine 404-Fehlerseite integriert.

6. Absprungrate tracken

Zu guter Letzt noch ein Schritt um die Effektivität seiner Maßnahmen auch zu sehen. Googeln Analytics und die meisten anderen Website-Tracking Tools bieten die Möglichkeit die Absprungraten bestimmter Unterseiten einzusehen. Diese Option sollte man nutzen und bei großen Projekten auch mal A/B Tests durchzuführen und die Benutzerfreundlichkeit seiner 404-Seite objektiv einschätzen zu können.

 

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