Webdesigntrends 2015 – Mikrointeraktionen

Im heutigen Beitrag unserer Artikelserie „Webdesigntrends 2015“, geht es um einen eher unscheinbaren aber dennoch sehr wichtigen Trend im Web. Mikrointeraktionen finden sich auf den meisten heutigen Webseiten, doch Wofür sind diese gut? Was zählt alles zu den sogenannten Mikrointeraktionen und wie werden sie in Zukunft wohl aussehen?

Was ist eine Mikrointeraktion?

Statische Webseiten sind out. Jede Homepage, die ein bestimmtes Ziel verfolgt, enthält im Idealfall auch entsprechende Mikrointeraktionen, die den User näher an dieses Ziel bringen. Unter den Begriff fallen alle Interaktionen die ein Websitebesucher innerhalb kurzer Zeit auf der Seite tätigen kann. Wir alle kennen das in Form des Facebook Like-Buttons. Die Absicht dahinter ist klar, die Social-Media-Community soll erweitert und so die Reichweite erhöht werden.

Doch je nach Zielgruppe und Ziel kann die Art und Weise der Mikrointeraktion ganz unterschiedlich ausfallen. Hier einmal eine Liste möglicher Interaktionen und Interaktions-Elemente:

  • Social Media Buttons
    • Facebook-Like
    • Teilen Schaltfläche (Facebook, G+ etc.)
    • Twitter-Call-to-Action
  • Beiträge teilen
    • E-Mail
    • WhatsApp
      • und sonstige Messenger
  • Newsletter-Abo
  • Rückruf-Service
  • Bewertungsmöglichkeiten

Das waren nur ein paar der vielen Mikrointeraktionen, die auf einer Webseite möglich sind. Auch im App-Bereich ist dieser Trend weit verbreitet. Bei fast jeder App erscheint nach kurzer oder längerer Verwendung ein Pop-Up, in dem man ein Bewertung abgeben kann.

Wofür sind Mikrointeraktionen gut?

Webseiten werden immer mit einer bestimmten Absicht erstellt. Egal ob es ein WordPress Blog ist oder eine Unternehmenswebseite, immer wird dabei ein bestimmtes Ziel verfolgt. Wie oben schon erwähnt dienen Mikrointeraktionen dazu, ein Ziel zu erreichen oder diesem näher zu kommen.

Dabei ist das Besondere, dass solche Aktionen schnell und einfach ausführbar sind. Die meisten User im Internet nehmen sich nur ungern Zeit ein Formular auszufüllen, oder an einer Umfrage teilzunehmen. Mikrointeraktionen nehmen deshalb nur wenig Zeit in Anspruch und sind so besonders effektiv. Eine wichtige Rolle spiel daher auch die Usability und der Gamification-Faktor. Der Nutzer sollte besonders schnell und unkompliziert eine Aktion ausführen können. Um die Sache dann noch etwas reizvoller zu gestalten, kann man noch den Spieltrieb nutzen und so die Interaktions-Rate erheblich steigern.

Mit Mikrointeraktionen zum Erfolg – 3 Beispiele

kickstarter-mikrointeraktion-newsletter

kickstarter-mikrointeraktion-newsletter-1

 

Um die Startup-Interessierten zur Newsletter-Anmeldung zu animieren, haben sich die Designer von Kickstarter etwas ganz besonderes einfallen lassen. Klickt man mehrfach auf die Schere, die im oberen Bild zu sehen ist, wird der Footer der Seite „abgeschnitten“ und darunter erscheint ein Formularfeld für die Newsletter-Anmeldung. Verspielt, einfach und clever.

social-traffic-mikrointeraktion

Dieses Pop-up Plugin kennen sicherlich viele, die ab und zu mal auf Blogs unterwegs sind. Damit sollen Nutzer dazu gebracht werden den Inhalt zu Liken und so die Reichweite in sozialen Medien zu vergrößern.

e-mail-mikrointeraktion

Mit dieser Leiste über Ihren Artikeln, gibt der Stern seinen Lesern die Möglichkeit einen gelesenen Beitrag über die sozialen Netzwerke oder ganz klassisch per E-Mail an ihre Freunde zu senden.

Mikrointeraktionen in der Zukunft des Webs

In Zukunft wird die Anzahl solcher Mikrointeraktionen auf Webseiten deutlich zunehmen. Durch die zunehmende Anzahl unterschiedlicher Online-Dienste und sozialer Netzwerke, werden Webseiten je nach Zielgruppen andere Mikrointeraktions-Elemente nutzen. Spannend wird dies bei neuen Technologien. Programmierer und Designer werden sich dafür immer neuere Mittel und Wege überlegen um Nutzer zu einer Interaktion zu bewegen, sei es auf dem Tablet, dem Smart TV oder der Smart-Watch.

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