Webseitenoptimierung und Tracking mit Google Analytics

Wenn es darum geht die eigene Webseite zu optimieren, gibt es neben der Suchmaschinenoptimierung noch weitere Faktoren, die entscheidend für den Erfolg sind. Heute geht es um die Webseitenoptimierung durch aktives Tracking mit Google Analytics.

Eine gute Webseite kann einem die Kundenaquise abnehmen,Umsätze steigern und Kundengespräche vereinfachen und zum Teil ersetzen. Vorausgesetzt man investiert schon von Anfang an genügend Ressourcen und analysiert und optimiert sie laufend. Im folgenden Artikel wird sich alles darum drehen, welche Chancen hinter einer einfachen Webseite stecken und wie man diese mithilfe von Website-Tracking für den eigenen Erfolg nutzt. Dabei gehe ich auf die folgenden Punkte genauer ein:

  • Google Analytics – Was zu beachten wäre bevor es losgeht
  • Welche Informationen sind wichtig für mich?
  • Wie nutze ich die gewonnenen Daten richtig?

Google Analytics – Was zu beachten wäre bevor es losgeht

Jede Webseitenoptimierung setzt ein gut geplantes Websitetracking voraus. Eines der beliebtesten Mittel hierfür ist das Tracking-Tool Google Analytics. Jedoch wurde der Einsatz des Tools durch neue Richtlinien in den Datenschutzbestimmungen zunehmend komplexer und ist nun nicht mehr ohne Weiteres möglich. Wer das kostenlose Tracking-Tool nutzen möchte muss mittlerweile vorher folgende Dinge tun:

  1. Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google absenden
  2. Anonymisieren der IP-Adressen
  3. Widerspruchsrecht der Betroffenen einfügen
  4. Anpassen der Datenschutzerklärung
  5. Löschung von Altdaten

Sobald man diese Punkte abgehackt hat und der Vertrag von Google wieder zurück gekommen ist, kann man im Grund auch schon loslegen.

Welche Informationen sind wichtig für mich?

webseitenoptimierung-und-tracking-mit-google-analytics-was-wichtig-ist

Hat man sich um die oben genannten Punkte gekümmert und Google Analytics datenschutzkonform eingerichtet, geht es an die eigentliche Arbeit. Nachdem man den Analytics-Code (mit Anonymisierung der IP-Adresse) eingesetzt hat, beginnt die Software die entsprechende Seite zu „tracken“. Die Daten die man nun herausbekommt, kann man sich entweder individuell auf einem der mehreren Dashboards platzieren oder unter den entsprechenden Menüpunkten einsehen. Dabei gibt es bestimmte Daten, die für Webseitenbetreiber besonders interessant sind und genau um die geht es nun.

  • Besucher-Quelle

Wenn jemand auf einer Webseite landet, gibt es genau drei Möglichkeiten wie dies geschehen sein könnte.

  1. Jemand ist direkt durch Eingabe der URL auf die Seite gekommen
  2. Der Besucher ist durch einen Verweis auf einer anderen Seite/Social Network zu der Homepage gelangt
  3. Man wurde durch die organischen/bezahlten Suchergebnisse bei einer Suchmaschine gefunden

Diese Informationen sind wichtig um Tendenzen zu erkennen, woher die Besucher kommen und mit welcher Motivation sie auf der Seite gelandet sind. Zudem kann man mit dem Wissen weitere Maßnahmen ergreifen um mehr Besucher zu bekommen und somit auch mehr potentielle Kunden auf die eigene Webseite zu leiten.

  • Geografische Lage

Besonders bei lokalen Dienstleistern ist die geografische Lage des Besuchers von Bedeutung. Bietet man seine Dienstleistung an mehreren Standorten an, so kann diese Info wichtig sein um zu sehen, woher die Besucher kommen und was wo wie sehr gefragt ist bzw. gesucht wird. Viele Unternehmen und Dienstleister optimieren Ihre Angebote und Produkte auf bestimmte Regionen, wobei die geografische Lage von Webseiten-Besuchern hilfreich für die Optimierungs-Maßnahmen ist.

Hat man jedoch ein rein digitales Produkt wie zum Beispiel ein E-Book, spielt die geografische Lage eine weniger wichtige Rolle. Hier sind dann andere Faktoren wichtig, um Erkenntnisse über die Besucher zu gewinnen.

  • Absprungrate

Die Absprungrate bezeichnet meist einen Prozentsatz der Besucher, die die Seite schon nach der ersten Seite wieder verlassen haben. Sie ist insofern wichtig, dass man daraus entnehmen kann, wie interessant weitere Informationen auf der Seite sind und ob der Content, den der Besucher gesehen hat auch seinen Erwartungen entsprach.

  • Absprungseite

Die Absprungseite ist die Seite die ein Besucher sofort, ohne weitere Links/ Unterseiten anzuklicken, wieder verlassen hat. Hier ist es wichtig, sich zu fragen warum das passiert ist. Meist mangelt es an Informationen oder klaren Aussagen. Besucher verlassen Webseiten häufig nach kurzer Zeit wenn sie denken, dass sie auf einer anderen ein besseres (passenderes) Ergebnis finden.

  • Einstiegsseite

Bevor ein Besucher eine Webseite verlässt, muss er zunächst auf Ihr landen. Die erste Seite, die ein Besucher sieht, bevor er sich weiter durchklickt, nennt man Einstiegsseite. Je nachdem wie viele Besucher man über welche Seite bekommt, kann man sagen welche Inhalte gefragt sind bzw. in der organischen Suche bei Google und anderen Suchmaschinen gut ranken.

  • Verweildauer

Als Verweildauer bezeichnet man die Zeit, die ein Besucher sich auf einer Seite bewegt hat, bevor er sie wieder verlassen hat. Ist diese Zahl hoch, ist das ein gutes Zeichen. Fällt sie eher klein aus und die Besucher gehen nach kurzer Weit wieder und suchen weiter, so muss man anhand der Absprungseite analysieren, woran das gelegen haben könnte.

  • Besuchersfluss

Der Besucherfluss umfasst besonders interessante Daten für Webmaster. Dieser zeigt an, welche Seiten von Besuchern aufgerufen wurden und wie sie sich anschließend weiter auf der Webseite bewegt haben. Hier kann man konkret den Ablauf eines Besuchers sehen und weiß nicht nur nach wie vielen, sondern auch nach welchen Seiten jemand die Webseite verlassen hat. Damit lassen sich bessere Vermutungen aufstellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, als mit der Absprungsseite allein.

All diese Dinge sind wichtig, um seine Besucher und ihr Verhalten zu kennen und seine Seite zu optimieren. Natürlich gibt es noch weitere Daten, die Analytics über den Besucher zur Verfügung stellt, jedoch reichen die oben genannten für den Anfang.

Wie nutze ich die gewonnenen Daten richtig?

webseitenoptimierung-und-tracking-mit-google-analytics

Um die Erkenntnisse aus der Tracking-Tool Googel Analytics zu nutzen, muss man sich zunächst das Ziel der eigenen Webseite klar machen. Was will man erreichen? Wohin soll der Besucher gehen und was soll er dort tun? Sogenannte Ereignisse müssen klar definiert und priorisiert werden bevor man sich an Verbesserungsideen macht.

Sind die Ziele und der Zweck der Webseite klar, kann man die Analytics-Daten auswerten und Maßnahmen planen bzw. umsetzen. Hier ein paar Beispiele:

  • Die Absprungrate auf der Startseite ist sehr hoch.
    • Warum ist das so? Wie wurde man gefunden und was könnte der Besucher erwartet haben? Wird die Dienstleistung klar, transparent und übersichtlich dargestellt? Sind Call-to-Actions klar? Welche Buttons, Links könnten übersehen worden sein?
  • Die Besucher verweilen zwar lange auf meiner Seite, kontaktieren mich jedoch nicht.
    • Eine lange Verweildauer deutet auf ein grundsätzliches Interesse der Besucher hin. Die Frage, die man sich nun stellen muss, lautet: „Wo verlässt der Nutzer die Webseite?“. Ist das bekannt, so analysiert man die Inhalte auf der entsprechenden Unterseite und versucht den Absprung ohne eine Kontaktaufnahme nachzuvollziehen. Ist der Kontakt-Button deutlich zu sehen? Werden Preise kommuniziert? Wenn ja, wie werden diese begründet?(nicht nur hohe Preise müssen gerechtfertigt werden, auch günstige Angebote sollten transparent und ausführlich dokumentiert sein um nicht unseriös zu wirken.)
  •  Ich werde immer wieder nach Preisen gefragt, obwohl diese auf meiner Webseite stehen.
    • Könnte es sein, dass Preise und Kosten zu klein oder nicht klar dargestellt werden? Hier ist es sinnvoll den Besucherfluss zu analysieren und zu sehen, ob die entsprechenden Seiten mit den Preisen überhaupt besucht werden oder nicht. Auch das Scrollen kann sich als ein Hindernis für zusätzliche Infos herausstellen. Vielleicht ist das Kontaktformular oder die Telefonnummer so auffällig, dass Besucher, die wissen, was sie wollen direkt Kontakt aufnehmen ohne sich das Angebot anzusehen.

Möchte man seine Maßnahmen anschließend auf Ihre Effektivität hin prüfen, bieten sich A/B-Tests an. Hierfür gibt es in WordPress verschiedene Plugins, die der hälfte der Besucher die eine Version und der anderen Hälfte die andere anzeigen. Je nachdem, wie der Besucher sich auf der jeweiligen Seite verhalten hat, kann man anschließend Aussagen über die Effektivität der Änderungen treffen und weitere Maßnahmen ergreifen.

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.