WordPress Website Ladezeit verbessern

Die Ladezeit einer Website kann darüber entscheiden, ob ein Besucher zum Kunden wird oder nur zu einem Anstieg der Absprungrate führt. Deshalb beschäftige ich mich heute damit, wie man seine WordPress Website hinsichtlich der Ladezeiten verbessert. Und schon wieder ist es passiert, ich war bei der Recherche für diesen Artikel unterwegs im Internet und habe mir dazu mehrere Google Ergebnisse angesehen. Die ersten drei Links wurden schnell geöffnet, gelesen und wieder geschlossen, doch bei dem vierten Suchergebiss dauerte es mir zu lange, ich habe nach 3 Sekunden Ladezeit den „Zurück-Button“ geklickt und habe mir stattdessen das fünfte Ergebnis angesehen.

So wie mir geht es vielen Internetnutzer, sie surfen, googeln, öffnen geteilte Links und teilen diese bei Gefallen weiter. Doch sobald eine Seite mal zu lange lädt, werden sie ungeduldig und springen ab. Besonders verbreitet ist dieses Phänomen bei mobilen Internetnutzern, deren Surfgeschwindigkeit ohne LTE sowieso schon zu Wünschen übrig lässt. Durch die riesige Masse an Internetseiten und Suchergebnissen entscheiden sich viele Nutzer aus Ungeduld lieber für das nächste Ergebnis statt einige Sekunden zu warten. Allein die Suche nach „Website Ladezeit optimieren“ liefert ungefähr 56.700 Ergebnisse in nur 0.20 Sekunden.

Und da die Zahl der mobilen Internetnutzer stetig zunimmt, sollten sich Webmaster und Webdesigner vermehrt um die Ladezeiten Ihrer Internetpräsenzen kümmern und diese stetig verbessern. Doch durch den Trend zu großen Bildern bis hin zu Retina-fähigen Webseiten wird die Optimierung immer schwerer. Für WordPress gibt es jedoch einige tolle Plugins mit denen sich die Ladezeit der eigenen Website trotz Bildern in Retina-Auflösung  recht einfach verbessern lässt. Legen wir los!

Wie schnell ist meine Webseite im Moment?

ladezeit-testen

Bevor wir beginnen wild drauf los zu optimieren, sollten wir zunächst einmal einen Website-Geschwindigkeitstest durchführen um das Verbesserungspotential überhaupt erst zu sehen. Dafür gibt es direkt ein Tool von Googles Webmaster Zentrale, welches einem auch gleich einige Tipps zur Optimierung gibt.

https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/

WordPress Website Ladezeit verbessern – 3 Plugins

  • W3 Total Cache

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Dieses Plugin kommt mit einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten daher und sorgt dafür, dass Bilder, Code und Datenbankeinträge effizienter übertragen werden. Dazu entfernt es beispielsweise vor dem Laden einer Datei unnötige Leerzeichen und Kommentare im Code, generiert statische HTML Seiten, die die Ladezeit verringern und speichert häufige Datenbankabfragen für ein schnelleres Abrufen. Wer mehr über die Funktion und Einstellung dieses Plugins erfahren möchte, findet hier ein tollen Artikel dazu. Nach der Einrichtung sollte sich der Pagespeed dann schon einmal deutlich verbessert haben.

  • Retina

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Eine weitere Problematik die Webdesignern mittlerweile immer wieder begegnet, sind Geräte mit extrem hoher Auflösung. Apple hat einige seiner IPads, MacBook Pro Geräte und IMac’s mit Retina Bildschirmen bzw. beim neuen IMac sogar mit einem 4K Bildschirm ausgestattet. Das hat zur Folge, dass Bilder, die auf normalen Bildschirmen gut aussehen auf Retina-Geräten verpixelt sind.

Dazu gibt es in WordPress ein tolles Plugin, welches auf der einen Seite die Daten-Ressourcen schont und auf der anderen auch die optimale Auflösung für Retina-Bildschirme zur Verfügung stellt. Das Plugin WP Retina 2x ergänzt die WordPress Mediathek durch eine zweite Leiste, in der man das gleiche Bild in einer für Retina-Gräte angemessenen Größe hochladen kann. Entsprechend der Auflösung des Bildschirms, mit dem die Webseite anschließend aufgerufen wird, wird dann entweder das Bild mit der geringeren bzw. höheren Auflösung geladen.

  • Lazy Load

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Das letzte Plugin, welches ich in diesem Artikel zu Verbesserung der Ladezeit von WordPress Webseiten vorstellen möchte heißt BJ LadyLoad und macht etwas ziemlich cleveres. Wenn ein Besucher die Website öffnet bekommt er nur die Bilder angezeigt, die er aktuell benötigt. Erst beim Herunterscrollen werden die weiteren Bilder nachgeladen und angezeigt. So wird die Seite enorm schnell geladen und Stück für Stück ergänzt. Das verringert die Absprungwahrscheinlichkeit und die Ladezeit zusätzlich.

Ausblick

In Zukunft wird es immer wichtiger Website-Besuchern sowohl schöne große Bilder zu bieten als auch die Ladezeit möglichst gering zu halten. Die automatische Unterscheidung zwischen Retina-Bildschirmen und Bildschirmen mit niedrigerer Auslösung ist schon ein richtiger Schritt in diese Richtung und wird eine immer wichtigere Rolle für Websites spielen. Hinzu kommt wahrscheinlich noch eine Zusatzoption für mobile Geräte. Ob und wann auch 4K eine Rolle für Websites spielen wird, lässt sich momentan nur sehr vage behaupten.

 

 

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